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Innovationsforum Geobiotechnologie schärft Rohstoffprofil des Standorts Freiberg

Mit dem vom Geokompetenzzentrum Freiberg e.V. (GKZ) initiierten Innovationsforum Geobiotechnologie wollen Vertreter der Bergakademie Freiberg und Firmen aus der Region mit dem Einsatz von mikrobiologischen Verfahren neue, innovative Wege in Bergbau und Umweltschutz gehen.

Die in Freiberg jetzt forciert betriebene und deutschlandweit bisher wenig beachtete neue Richtung der Biotechnologie nutzt die Erkenntnisse, dass Mikroorganismen zur Reinigung und Qualitätsverbesserung von Böden, Wasser und Luft sowie zu Schadstofffixierung und –austrag, aber auch zum Monitoring von Stoffveränderungen (Biosensoren) eingesetzt werden können. Ein besonders interessantes Geschäftsfeld, das sich hieraus entwickeln lässt, ist die Wertstoffrückgewinnung aus bergbaulichen und industriellen Abfällen und Abwässern. Darüber hinaus hat die Fähigkeit von Mikroorganismen zur Mobilisierung und Immobilisierung von Metallen insbesondere für die Metallgewinnung aus armen Erzen großes Potenzial.
In dem vom BMBF finanzierten Förderprogramm „Unternehmen Region“ konnte das GKZ zu anderen Innovationsforen der Region aufschließen und hat nun ein halbes Jahr Zeit mit den Arbeiten das rohstoffwirtschaftliche Standortprofil der Region Freiberg zu schärfen. Hier konzentrieren sich Forschungseinrichtungen und KMU mit einem traditionell auf rohstoffwirtschaftliche Dienstleistungen und Produktentwicklungen ausgerichtetem Portfolio.
Ziel dieses Innovationsforums soll neben einer Bestandsaufnahme bereits bekannter Prozesse die Bündelung der Kräfte auf dem Gebiet der Entwicklung moderner biotechnologischer Verfahren unter Nutzung geomikrobiologischer Prozesse zur Sicherung notwendiger Rohstoffe und ihrer umweltgerechten Gewinnung sein. Damit soll gleichzeitig ein weiterer Impuls für die Entwicklung der Freiberger und insbesondere auch der Erzgebirgsregion gesetzt werden.